Lese-Bar


"Eines Tages musst du aufhören, die Bücher anderer Menschen zu lesen, um dein eigenes Buch zu schreiben."

Angeblich eine profunde Erkenntnis von Albert Einstein. Ein Satz für mich. An meinem Bildschirm klebt ein Zettel: "Stop procrastination, start writing."

Es hat ein paar Jahre gedauert. Aber jetzt, in meinen wilden Siebzigern, werde ich weitermachen. Die "berühmten Toten" sind mein Neuanfang.

Zu meiner Lesung bei der Langen Buchnacht in der Oranienstraße
geht`s hier lang:



Berühmte Tote leben ewig

Berliner Schicksale

Sie stachen sich aus Liebe einen Dolch ins Herz, schossen sich aus Eifersucht eine Kugel in den Kopf, fielen volltrunken die Treppe hinunter, überlebten einen Insektenstich nicht, verloren beim Duell, wurden vom Blitz erschlagen oder waren beim Attentat das falsche Ziel. Bei manchen entwickelten sich post mortem skurrile Begebenheiten – um ihre sterblichen Überreste oder ihre Grabstelle. Fast von jedem sind noch Spuren in Berlin zu finden.

ISBN: 978-3-947215-58-4
Lieferbar: Oktober 2019

Leseprobe

Grossstadtwölfe

Gladows Bande - der Schrecken von Berlin

„Großstadtwölfe“ erzählt die Geschichte der Gladow-Bande im Berlin der unmittelbaren Nachkriegszeit. Es war beim Erscheinen 1982 das erste Buch über Werner Gladow und seine Gangstertruppe, das geschrieben wurde. Bandenmitglied Werner Papke verriet mir alle Einzelheiten.

ISBN: 3-548-20152-0


Rik DeLisle

Der Alte Ami erzählt seine Radio-Geschichten

Rik Delisle ist ein Radio-Urgestein. „Hallo, icke bin’s. Der alte Ami Rik DeLisle“ war einer seiner typischen Ansagen. Er ging vom AFN zu RIAS Berlin. Als der Sender ins Privatradio rs2 umgewandelt wurde, bekam Rik den Job des Programmdirektors und holte mich als Chefredakteur.

ISBN: 3-926396-42-3


Schlaflos im Ellington Vol. 2

Short Stories

Das Berliner Hotel Ellington veranstaltet einen Short Story-Wettbewerb. Die besten Geschichten erscheinen in einer Anthologie, die unter anderem auch den Gästen auf den Nachttisch gelegt wird. In der zweiten Ausgabe erzähle ich in einer Geschichte von der Trennung eines Paares aus alten Tagen, wie Iggy Pop vor dem „Dschungel“ in einer Telefonzelle eingesperrt war.

ISBN: 978-3-00-053453-9


Die Menschen vor der Schrift

Über die jüdische Handwerkerfamilie Loevy

In der Publikation des Internationalen Auschwitz Komitees, initiiert und Herausgegeben vom Vizepräsidenten Christoph Heubner, erzähle ich die Geschichte der Berliner Firma Loevy. Einer jüdischen Handwerkerfamilie, die den Schriftzug über dem Reichstag goss: „DEM DEUTSCHEN VOLKE“. Fast alle Familienmitglieder wurden von den Nazis umgebracht.



Zeichen des Zorns

Der umgedrehte Buchstabe

„ARBEIT MACHT FREI“. Dieser zynische Schriftzug steht über dem Eingang zum Vernichtungslager Auschwitz. Der Buchstabe B steht auf dem Kopf. Was Jahrzehnte niemand merkte. Auch die Nazis nicht. Heute ist das umgedrehte B das Symbol des Internationalen Auschwitz Komitees.



Schlaflos im Ellington Vol. 5
Short Stories
Der nächste Short Story-Wettbewerb vom Berliner Hotel Ellington.
In der fünften Ausgabe sind die besten Geschichten der vergangenen Anthologien veröffentlicht. Darunter auch meine Geschichte „Noch eine Nacht“,
in der ich von einer Frau und einem Mann erzähle, die zu den wilden Zeiten
der schrillen Kult-Disco „Dschungel“ in Berlin ein Liebespaar waren
und sich nach vielen Jahren wiedersehen.
Hier ist die Geschichte "Noch eine Nacht" zu lesen und zu hören.

ISBN: 978-3-00-063138-2

An dem Tag, an dem das Wort „Dada“ für die Kunst entdeckt wurde, ging’s um Nudeln. Schreibt Curt Riess in seinem Buch „Café Odeon“. Von allen Erklärungen ist das eindeutig die verrückteste. Hans Arp bekannte 1916: „Ich erkläre hiermit, dass Tzara das Wort Dada am 6. Februar 1916 um 6 p.m. erfand. Ich war gegenwärtig mit meinen zwölf Kindern, als Tzara zuerst das Wort äußerte … das geschah im Café de la Terrasse in Zürich und ich trug einen Brioche in meinem linken Nasenloch.“ Für Tristan Tzara dagegen begann Dada mit einer Nudelsuppe. „Dada? Ich saß in der Bierhalle Wolf am Limmatquai und aß Nudelsuppe; das ist von eminenter Wichtigkeit. Denn in diesem Augenblick stürzte ein längst gesuchter Raubmörder in das Lokal und eilte zum hintern Ausgang wieder hinaus, bevor die knapp nachfolgende Polizei ihn sehen konnte. Als Augenzeuge wollte ich – mit einer Hand nach der hinteren Tür zeigend – die Fluchtrichtung weisen, doch vor Erregung konnte ich aus meinem noch mit Nudeln verstopften Mund nur das Wort ‚da-da, da-da‘ lallen; das große Wort war geboren.“ So plätschert’s durch das Café Odeon. Gegründet 1911, Treffpunkt von Leuten aus Kunst, Literatur, Theater. In Zeiten ohne und in Zeiten mit Kriegen. Curt Riess nennt Namen und erzählt Geschichten. Wunderbares Buch, erinnert an Carl Zuckmayer und sein Stück von ihm.

Europa Verlag Zürich, 2010
ISBN: 3905811243













Hard boiled-Story aus der Sicht eines Gangsters, der mit Waffen dealt. Ein Geschäft geht grandios daneben und plötzlich sind alle gegen jeden. Action at it’s best. Witzige Idee, erstklassig umgesetzt. Knallige Sprache. Beispiele: Jedenfalls steht da in diesem Durcheinander dieses gut bewaffnete Arschloch aus dem Hinterland. Manassas vielleicht, mit abgewetzten Jeans, dem Metallica-T-Shirt auf Rezept, darüber ein Flanellhemd und bestimmt fünf Bier zu viel. / Außer sich zu prügeln und zu ficken meinen Besoffene selten etwas ernst, und wie die meisten Besoffenen ist dieses Arschloch zu beidem nicht mehr fähig. / Ich arbeite mich durch die Küchenschränke auf der Suche nach Kaffee und Kopfschmerztabletten. / Sie war eine verwaschene Rothaarige mit ganz viel irischem Einschlag. / Julius ist sechzig Jahre alt, und wie die meisten Männer in seinem Alter sieht er auch genau so aus, egal, was er dagegen tut. Er hat ein Haarteil, ist an den Augen und am Kinn ein wenig geliftet, sieht aber immer noch wie sechzig aus. Benimmt sich auch so. Was bedeutet, dass er hinter allem und jedem herjagt, das einen Rock trägt. / Die Worte sind das eine. Wie er sie sagt, etwas anderes. Sie sind so verlogen wie der Kuss einer Hure. / Er deutet auf eine Limousine, die aussieht, als hätte man sie mit Pisse angestrichen. / Dieser Typ gibt dem Wort tiefschwarz eine völlig neue Bedeutung. Er ist schwärzer als schwarz, dunkler als dunkel, und wirkt nicht nur kalt, nicht nur wie Eis, er ist die verdammt Antarktis. / Seine Augen ziehen sich zu kleinen Schlitzen zusammen und ich weiß, dass ich diesen Blick nie wieder sehen will. / Die Nacht bricht ohne Gnade an. Autor Douglas E. Winter ist 69, Anwalt in Washington D.C. „Run“ ist sein erster Roman. Einer, der ihm grandios gelungen ist. Wer mal etwas über Amis und ihre Waffen wissen will: Hier erfährt er’s.

Luzifer Verlag
ISBN 9783958352841



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